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Deutsch für die Zukunft

Initiatorln: Margit Heissenberger / Bereich: Bildung

Integratives Bildungsprojekt für die Asylwerber in St. Egyden

Für 64 Asylwerber im Flüchtlingsheim St. Egyden bei Velden ist das Beherrschen der deutschen Sprache eine große Hürde beim Eingliederungsprozess in einen für sie fremden Sprachraum. Unsere Gäste aus Syrien, dem Irak, Armenien, Afghanistan, Pakistan, Kirgistan und Lybien benötigen professionelle Hilfe und Unterstützung, um möglichst rasch ein angemessenes Sprachniveau erreichen zu können. Dieses ist die Voraussetzung für einen gelungenen Integrationsprozess in unsere Gesellschaft. 

Nach einer guten Erstversorgung der Asylwerber mit dem Nötigsten muss nun mit einer gezielten Förderung und dem Training ihrer sprachlichen Kompetenzen begonnen werden. Zu diesem Zwecke wurde eine Kooperation mit der Universität Klagenfurt/Forschungs-und Beratungszentrum für Opfer von Gewalt/ Verein Aspis, aufgebaut. 

  • Nach einem Projektplan mit klaren Zielstellungen werden folgende Aktivitäten im Projektzeitraum umgesetzt:
  • Erstellung eines Konzeptes zur sprachlichen Förderung der Asylwerber
  • Sprachstandserhebungen mit allen Asylwerbern
  • Einteilung in Gruppen unterschiedlicher Sprachniveaus von Alphabetisierung bis zum Besuch von Kursen an der Universität Klagenfurt
  • Schulung eines Teams von Freiwilligen durch die Trainer des Vereines Aspis in mehreren Workshops
  • Durchführung von Deutsch-Kursen (wöchentlich) unterschiedlicher Niveaus unter Beiziehung der Freiwilligen
  • Gezielte Umsetzung eines "Learning by doing"-Ansatzes
  • Übernahme weiterer Deutsch-Kurse durch die zu Multiplikatoren ausgebildeten Freiwilligen
  • Abnahme von Prüfungen an der Universität Klagenfurt nach Erreichung bestimmter Lernniveaus
  • Besonders begabte Asylwerber nehmen an Deutsch-Kursen der Universität Klagenfurt teil (5 Personen). 

Die Deutsch-Kurse werden in der Unterkunft bekannt gemacht und die Einhaltung kontrolliert (Stundenplan), wobei auf optimale Lernbedingungen und Lerndisziplin Augenmerk gelegt wird. Bei Bedarf werden Zusatzmaterialien angeboten, sowohl traditionelle Lernbehelfe (Arbeitsbücher und Arbeitsblätter) als auch digitale Materialien. Besonderer Lerneifer und Lernerfolg wird belohnt (Gutscheine), der Lernfortschritt der Gruppen wird im Heim (Namen anonymisiert) bekannt gemacht.

Ausgewählte Lerninhalte beziehen sich auf Sachgebiete, die als Orientierungshilfe für die Bewältigung alltäglicher Lebenssituationen dienlich sein können.


Nachhaltigkeit durch Ausbildung von MultiplikatorInnen:

Das stufenweise Heranführen Freiwilliger an die selbständige Durchführung von Deutsch-Kursen bewirkt, dass diese mehr und mehr Kompetenz im Vermitteln deutscher Sprachkenntnisse erlangen. Verschiedene Techniken zur Basisbildung und Alphabetisierung werden erprobt und laufend verbessert. Feedbackrunden mit den Trainern, den Freiwilligen und den Asylwerbern ermöglichen den Austausch von Erfahrungen und die schrittweise Verbesserung der individuell gestalteten Lernangebote.

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