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Salon Kärnten: Erfolg Ja! Aber wie?

Konzern, Startup oder doch Familienunternehmen?

Am 5.4.2017 fand der erste "Salon Kärnten" mit dem Titel "Erfolg Ja! Aber wie? Konzern, Startup oder Familienunternehmen?" statt. Die inhaltliche Koordination oblag Max Nimmervoll, Viktor Schaider und Ferdinand Schludermann, denen es gelungen ist, mit der hochkarätigen Besetzung des Podiums einen spannenden Generationentalk auf die Beine zu stellen.

Unter der Moderation von Anna McDonald diskutierten die Kärntner Unternehmer Karl-Heinz Strauss, Generaldirektor & Eigentümer PORR AG, Thomas Prinz, Geschäftsführer & Eigentümer Plankenauer Reifen Gruppe, und Andreas Tschas, Gründer Pioneers Festival, über ihre persönlichen und individuellen Karrierewege und welche Entscheidungen zu ihrem heutigen Erfolg geführt haben. Mit Spannung wurden die Meinungen der Gäste zu den aktuellen Rahmenbedingungen und Erfolgschancen in Kärnten erwartet.

Thomas Prinz, der in den letzten 5 Jahren die Geschäftsführung eines Familienunternehmens in Kärnten erfolgreich übernommen hat, sieht Kärnten grundsätzlich sehr gut aufgestellt: „Kärnten muss sich nicht verstecken. Wir haben tolle und hoch technologische KMUs in Kärnten, welche auch die Stütze der Kärntner Wirtschaft sind.“

Andreas Tschas hat sich vor Kurzem aus der Geschäftsführung des Pioneers Festivals zurückgezogen, um in Zukunft Regionen für die Herausforderungen der Digitalisierung zu beraten und zu verändern. Ein von Tschas erstelltes Konzept sieht für die Region Kärnten zwei zentrale Themenfelder, um in Zukunft wieder wirtschaftlich erfolgreich zu sein: Mikroelektronik und Ökoeffizienz

Laut Tschas sollte sich das Bundesland Kärnten auf diese beiden Themen voll und ganz konzentrieren und hier Schwerpunkte setzen. Als ersten Schritt veranstaltet Tschas dieses Jahr ein „Pioneers at the Lake“, um die Gründerszene in Kärnten weiterzuentwickeln und internationale Startups zu den beiden Schwerpunktthemen nach Kärnten zu holen.

Laut Karl-Heinz Strauss existieren die Konzepte für den wirtschaftlichen Wandel in Kärnten bereits seit Jahren und man müsse diese „nur aus den Schubladen holen“. Internationale Unternehmen werden sich in Kärnten nur ansiedeln, wenn auch das Umfeld für diese geschaffen wird. Hier ist die Politik gefordert. Auch Strauss stellt Kärnten ein grundsätzlich positives Zeugnis aus und sieht in der Schwarzmalerei der letzten Jahre ein großes Problem. Kärnten bezahlt die Zeche für die letzten Jahrzehnte, ab nun solle man aber nach vorne schauen und sich auf die Entwicklung des Wirtschaftsstandortes kümmern. Auch der Tourismus muss aus dem Dornröschenschlaf geweckt werden. In beiden Bereichen wird es aber ohne einem Miteinander nicht funktionieren. Regionen müssen zusammenarbeiten und nicht gegeneinander.