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Verbesserungen gemeinsam vorantreiben

19 Jul, 2016 18:52 von Johann Sauermann in Wirtschaft

Excellence für KMUs in Kärnten: Schritt für Schritt!

Verbesserungen gemeinsam vorantreiben

Seit April 2015 wurde im internationalen Netzwerk der European Foundation for Quality Management (EFQM) in Zusammenarbeit mit der Quality Austria intensiv am Thema „Excellence“ für KMUs gearbeitet. Obwohl kleine und mittelständische Unternehmen das Rückgrat der Wirtschaft in Europa bilden, war bisher die Methodenarbeit zur Steigerung der Unternehmensqualität meist den Großunternehmen gewidmet. In einem übergreifenden Projekt wurde nun bewusst ein KMU-Schwerpunkt gesetzt.

Die Ausgangssituation für KMUs ist fordernd. Die Führung agiert oft in mehreren Rollen und da der operative Fortschritt im Vordergrund steht, bleibt wenig Zeit zur Befassung mit Werkzeugen und Methoden. Bei näherer Betrachtung sieht man jedoch bei vielen dieser Unternehmen hervorragende Ansätze und exzellente Ergebnisse.

Aufbauend auf der international abgeglichenen Konzeptarbeit wurde im Januar 2016 das entwickelte Design für KMUs in Zusammenarbeit mit der Initiative für Kärnten in einem Pilotprogramm mit 10 Kärntner Unternehmen durchgeführt und geschärft.

Excellence ist keine Frage der Methode, sondern des „Tuns“


Im Erstzugang ist es für Entscheidungsträger in KMUs wichtig, ohne speziellen Vorbereitungsaufwand (der in großen Unternehmen oft durch Stabsstellen erledigt wird) arbeitsfähig zu sein. Gleichzeitig ist die Erkenntnis spannend, dass pragmatisch erprobte Zugänge, wie sie das EFQM-Modell bietet, für die wirksame und erfolgreiche Umsetzung einer Steigerung der Excellence sehr hilfreich sind.

Um diesen Gegebenheiten gerecht zu werden, wurde der „Check Unternehmensqualität“ entwickelt. Dieser eintägige Workshop ist ohne Vorbereitung, praktisch aus dem Geschäftsalltag heraus, gut machbar. Einzige Voraussetzung ist, dass der Führungskreis einen gemeinsamen Termin findet.

Ablauf und Inhalt

  • Die verschiedenen Schritte:
  • Der begleitende Assessor arbeitet ohne Formulare oder komplexe Checklisten. Entlang eines wohldurchdachten Pfades führt er als Moderator durch den gemeinsamen Tag. Er übersetzt die hilfreichen Impulse aus dem EFQM-Ansatz und dokumentiert die bearbeiteten Themen am Flip-Chart. Die im Pilotprojekt erprobte und verfeinerte Arbeitsarchitektur und die Kompetenz des Assessors sind Basis dieses Vorgehens.
  • Inhaltlich wird vom Groben ins Detail gegangen. Nach Klärung des aktuellen Organisationskontextes wird die wichtigste Strategische Stoßrichtung vertieft. Die angestrebten Ergebnisse und Aktivitäten zur Umsetzung des Ziels werden visualisiert und bewertet.
  • Als Abschluss werden in diesem Vorgehen konkrete Verbesserungsmaßnahmen abgeleitet, mit Termin versehen und die Zuständigkeit für die verbindliche Umsetzung festgelegt.
  • Das Design des Check Unternehmensqualität ist umsetzungsorientiert. Die erarbeiteten Unterlagen verbleiben im Unternehmen und die Teilnehmer erhalten vom Assessor innerhalb weniger Tage ein Fotoprotokoll zu den Ergebnissen.
  • Abgestimmt auf die festgelegten Maßnahmen und die jeweilige Situation, fasst der Assessor im Zeitraum von 1-3 Monaten nach dem Workshop ein bis zweimal telefonisch nach und steht unterstützend zur Verfügung.


Stimmen aus dem Workshop

Workshop „Check Unternehmensqualität“ auf einen Blick
Workshop „Check Unternehmensqualität“ auf einen Blick
Viele positive Rückmeldungen zum Check Unternehmensqualität zeigt das Potential, das aus der Bewertung und Steigerung der Unternehmensqualität für KMUs hervorgeht. Alle TeilnehmerInnen sprechen den klaren Nutzen aus dem investierten Tag an, und empfehlen diesen weiter. Entscheidend für die Qualität des „Check UQ“ ist die Reduktion und Fokussierung auf die für das jeweilige Unternehmen relevanten Inhalte aus dem EFQM-Ansatz. Dies ermöglicht ein fundiertes Eingehen auf die Situation des bewerteten Unternehmens. Ansatzpunkte zur Weiterentwicklung werden gemeinsam entwickelt und die Lösung kommt aus der Organisation. Der Assessor unterstützt die Umsetzung auch nach dem Workshop – eine punktuelle Begleitung sichert hier Konsequenz.