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Stark im Wettbewerb

28 Jun, 2016 18:52 von Melanie Krenn in Wirtschaft

Business Excellence für KMU in Kärnten - Wissenschaftlicher Begleitprozess

Stark im Wettbewerb
Das von der Initiative für Kärnten und der Quality Austria gemeinsam initiierte Pilotprojekt „Check Unternehmensqualität“, bei dem es um das Testen eines neu entwickelten Ansatzes zur Heranführung von KMU an das EFQM-Business Excellence-Model ging, wurde von der Fachhochschule Kärnten wissenschaftlich begleitet.

Zielsetzung und Methoden

  • Rund um die Projektmeilensteine (Einführungsworkshop – Unternehmenscheck – Nachbetreuung – Follow Up - Veranstaltung) wurden verschiedene Methoden eingesetzt um die gestellten Fragen hinreichend beantworten zu können:
  • teilnehmende Beobachtung,
  • schriftliche Fragebögen,
  • telefonische Interviews sowie 
  • schriftliche Dokumente (Flipcharts und Telefon-Protokolle) dienten als Basismaterial für die Analysen.

Eine wesentliche Besonderheit der Erhebung bestand daher zum einen im angewandten Methoden-Mix, sowie in der Länge des Zeitraums der erhobenen Daten (Jänner-April).

Ergebnisse

Die Daten wurden systematisch ausgewertet und aggregiert. Hinsichtlich der Motive und Hinderungsgründe wurde Unterschiedliches zur Sprache gebracht. In Anlehnung an die in der wissenschaftlichen Fachliteratur beschriebenen Kategorien können Motive den Polen „aktiv/passiv“ und „intern/extern“  zugeordnet werden: Die Unternehmen wollen so z.B. Prozesse optimieren, die noch nicht reibungslos funktionieren (intern-passiv) oder sich in einem ganzheitlichen Sinne qualitativ weiterentwickeln (intern-aktiv). Aber auch externe Faktoren, wie sich ändernde Marktanforderungen, bringen Unternehmen dazu, Abläufe zu verbessern (extern-passiv) oder die Unternehmensstrategie voranzubringen (extern-aktiv). Als kritische Faktoren (und damit als möglicher Hinderungsgrund einzustufen) sind die Angst, zu viele Ressourcen zu benötigen (insbesondere Zeit), mangelnde Akzeptanz bei der Umsetzung im Unternehmensalltag, sowie Zweifel, die das Modell selbst betrafen.

Für den Erfolg des Modells spricht, dass alle Unternehmen, die sich für eine Teilnahme am eintägigen Unternehmenscheck entschieden haben, diesen auch weiter empfehlen würden. Gelobt wurden insbesondere die Flexibilität und die persönliche Kompetenz der Assessoren, die Organisation des Workshops sowie die Festlegung konkreter Maßnahmen, die bei der Umsetzung geholfen haben. Für die teilnehmenden Unternehmen wurde in jedem Fall ein Problembewusstsein geschaffen; mehr als die Hälfte hat darüber hinaus konkrete Änderungsmaßnahmen umgesetzt.

Für den Erfolg des Modells spricht, dass alle Unternehmen, die sich für eine Teilnahme am eintägigen Unternehmenscheck entschieden haben, diesen auch weiter empfehlen würden.


Die teilnehmenden Betriebe sahen die Auseinandersetzung mit dem Thema als erfolgskritisch an und zeigten bereits im Vorfeld Interesse für das Thema. Die Herausforderung sollte zukünftig daher vermehrt darin liegen, den Kreis an interessierten Unternehmen zu erweitern und das Bewusstsein für die Bedeutung der qualitativen Unternehmensentwicklung weiter zu verankern. Das Pilotprojekt hat den Weg dafür geebnet. Zudem setzt die „Initiative für Kärnten“ mit Projekten dieser Art ein positives Signal nach außen und damit ein Zeichen als eigenverantwortliche Plattform zur Stärkung der wirtschaftlichen Vernetzung und Entwicklung Kärntens.