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Gedanken zur Zukunft

12 Sep, 2016 11:00 von Eva Reitmann-Omilade in Kultur

Kärnten kann sich nichts mehr leisten, sagt die Politik.

Gedanken zur Zukunft

Kärnten kann sich zu recht ein Land großer Künstlerinnen und Künstler aller Sparten nennen. Wenn das so bleiben soll, muss es sich konsequent um kulturelle Klimaerwärmung bemühen und die Initiativen und Personen fördern, die dafür sorgen, dass der kulturelle Nährboden fruchtbar bleibt, den die zeitgenössische Kunst mit Humus versorgt.

Kärnten kann sich nichts mehr leisten, sagt die Politik. Kann Kärnten es sich leisten, dieses Potenzial nicht zu nutzen, frage ich.


Sinnvoller ist es, in dieses Potenzial langfristig und nachhaltig zu investieren. In Ausbildung, Produktion und Infrastruktur.

Nomadisierende Künstlerinnen und Künstler wären motiviert, wieder nach Kärnten zurück zu kommen und hier zu arbeiten. Junge, begabte Menschen, die hier bleiben oder sich hier ansiedeln, bringen Ideen, Fantasie und Elan ins Land. Ins rechte Licht gerückt (politisch, medial) ist ein solches Konzept auch für Wirtschaft und Tourismus ein Gewinn.

 

Das Jahr der "Freien Szene"

Nichts gegen kulturelles Establishment und Volkskultur. Aber erstes braucht Nachwuchs und zweites Entwicklung, lebendige Tradition. In diesem Sinne ist es zu begrüßen, dass Kärnten das Jahr 2016 der "Freien Szene" und damit auch der zeitgenössischen Kunst gewidmet hat. 2016 sollte der Anfang sein für eine Öffnung, eine Entwicklungsermächtigung der Kunst in Richtung Zukunft, Spartenvielfalt und Lebendigkeit.

Wobei in dieser allgemeinen Richtung das Besondere aufgehoben sein soll: die kulturellen Eigen-Arten verschiedener Täler, Regionen oder Städte und ihre Ausdrucksmöglichkeiten in sprachlicher und stilistischer Hinsicht, erweitert um die zeitgenössische Komponente und ihre Interpretationsdimensionen.

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