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Ein Jahr Energie und Freude für Kärnten!

17 Nov, 2016 10:27 von Margit Heissenberger in Wirtschaft

Unsere Bilanz nach einem Jahr

Ein Jahr Energie und Freude für Kärnten!

In den vergangenen 12 Monaten hat sich die „Initiative für Kärnten“ zu einem wichtigen Impulsgeber für die Zukunft unseres Bundeslandes entwickelt. Das ist dem persönlichen Einsatz von immer mehr Kärntnerinnen und Kärntnern zu verdanken. Bei unserer Veranstaltung am Mittwoch, den 16. November 2016 feierten wir „Ein Jahr Initiative für Kärnten – Globaler Blick auf Kärnten“ im Wintergarten des Casino Velden. 

Margit Heissenberger im Interview mit Dr. Wolfgang Petritsch
Prominenter Gast war Dr. Wolfgang Petritsch, Außenpolitikexperte und derzeit Gastprofessor an der Harvard Universität/USA. Im Interview äußerte sich Herr Petritsch zu politischen Situation in den USA und spannte zugleich den Bogen zu den Herausforderungen, die wir in der EU bewältigen müssen:

Das Motto der EU sollte lauten ‚Europa first‘ – was sind unsere Interessen? Wir sind in der globalisierten Welt nicht alleine und müssen lernen, mit Herausforderungen umzugehen. Wir sollten uns als Europäer und im Endeffekt als Kärntner begreifen lernen.
Europa muss endlich als Kontinent handeln, Einigkeit zeigen. Das bezieht sich auf die Sicherheitsfragen, auf die Flüchtlingsthematik samt gelungener Integrationskonzepte. Leider dauert alles in Europa zu lang, das ist eine Schwäche Europas.


Was ist heute in Kärnten wichtig?

Für Kärnten ist die Erneuerungsfähigkeit wichtig und zu reflektieren, warum es woanders funktioniert. Die moralischen Verurteilungen müssen beendet werden. Stattdessen gilt es, aus Fehlern zu lernen und neuen Mut und Risiko zu fassen. Ganz klar: Der Pioniergeist muss in Kärnten gefunden werden. Dabei spielt auch die Digitalisierung eine große Rolle. Durch die Möglichkeiten der Vernetzung kann Kärnten lokal und gleichzeitig global agieren.


Unsere Bilanz nach einem Jahr

  • Abschließend gab es noch einen Rückblick auf die Tätigkeiten der Initiative im vergangenen Jahr:
  • Wir wollten ein Netzwerk von engagierten Menschen aufbauen, die in diesem Land etwas bewegen wollen: Das ist uns insofern gelungen, als dass derzeit über 400 Personen in unserem Netzwerk registriert sind. Davon sind ca. 200 in konkrete Projektaktivitäten involviert.
  • Wir wollten Projekte aus dem Volk heraus entwickeln, mit dem Engagement der Leute, mit deren Zeit, deren Spenden, deren Know-how: so ist es uns gelungen, dieses Engagement der Menschen in 50 Projekten zu bündeln, ohne staatliche Förderungen, nur mit den Eigenleistungen dieser Menschen. Die Projekte spannen einen weiten Bogen: von Kultur und Kunst zu Gesundheitsinitiativen, von KMU Fitnesschecks bis hin zu Auslandspraktika oder einer Kinderkonferenz.
  • Wir wollten Crowdfunding in Kärnten populär machen. Dies ist eine Form der Unterstützung für Aktivitäten wie sie im angloamerikanischen Raum hervorragend funktioniert. Viele geben ein bisschen Geld, um eine Idee voranzutreiben und durch die Menge der Leute, die etwas einbringen, kommt die Summe zustande.Das ist uns insofern gelungen, als dass Projekte zu aktuellen Themenbereichen wie z. B. der Flüchtlingsthematik auch mit Unterstützung der Medien gut ausfinanziert werden konnten, dass wir aber mit weniger aktuellen Themen nicht so erfolgreich waren. Immerhin wurden aber 25.000 Euro für 5 Projekte aufgestellt.
  • Wir wollten die Beteiligung der BürgerInnen an der Ideenfindung für Projekte aktivieren: In über 45 Veranstaltungen konnten wir an kreativen und innovativen Ideen gemeinsam arbeiten. Es war bemerkenswert, wie viel Kraft in den Menschen steckt, wie stark sie bereit sind, sich ehrenamtlich einzubringen.
  • Wir haben das Netzwerk „Back to Carinthia“ für KärntnerInnen in Wien aufgebaut. Dieses soll nun kontinuierlich ausgebaut und mit anderen Aktionen hier in Kärnten vernetzt werden: so mit dem „Matching Fund“ der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt (dieser Fund soll Unternehmer in Kärnten mit Rückkehrwilligen vernetzen). Weiters gibt es eine Kooperation mit den Exzellenz-Auslandsstipendien der IV und WKK für hochbegabte Studierende, junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler. Veranstaltungen in Wien in diversen Formaten unterstützen diese Zielsetzung.
  • Wir wollten all unsere Aktivitäten sichtbar machen: Auf unserer Homepage kann man sich ein Bild davon machen, was im Land bewegt wurde.


Ausblick auf 2017

Für das Jahr 2017 hat sich die Initiative für Kärnten Schwerpunktsetzungen in folgenden Bereichen vorgenommen: Aufbau einer Kunst- und Kulturstiftung für Kärnten, Aufbau einer Öko-Exzellenzregion Kärnten, Aufbau und Umsetzung gezielter Integrationsmaßnahmen von Asylberechtigten und Qualifizierung in Mangelberufen, Aufbau eines Netzwerkes für Kärnten-RückkehrerInnen.

Beim gemütlichen Ausklang konnten die TeilnehmerInnen weitere Projektideen für Kärnten entwickeln.

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