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Auf ein baldiges Wiedersehen ...

1 Aug, 2016 13:02 von Sarah Reitz in Bildung

Mein Auslandssemester in Kapstadt: Internationale Herausforderungen sollten Studierende reizen

Auf ein baldiges Wiedersehen ...
Als Studentin der Fachhochschule Kärnten, Standort Villach, studiere ich Wirtschaft im Bereich Business Management. Im 4. Semester haben Studierende die Möglichkeit, ein Auslandssemester zu absolvieren. Für mich stand von Anfang an fest diese Chance zu nutzen, um mich persönlich und fachlich international weiterzubilden. Im Januar 2016 trat ich meine Reise nach Kapstadt an und nach einem halben Jahr Auslandsaufenthalt kann ich behaupten, dass es die beste Entscheidung meines Lebens war.

Meine Mitbewohnerinnen
Meine Mitbewohnerinnen
Ich würde jedem/r Studenten/Studentin empfehlen, ein Auslandssemester zu absolvieren. Meine Sprachkenntnisse haben sich verbessert, ich habe ein neues Land mit verschiedenen Kulturen, offenen & freundlichen Menschen kennen gelernt und den Alltag inmitten meiner afrikanischen Mitbewohnerinnen und Mitstudenten, die immer ein Lächeln im Gesicht hatten, erleben können. 

Südafrika ist ein multikulturelles Land mit vielen verschiedenen Gegensätzen, die ich jeden Tag aufs Neue erleben und entdeckten durfte. Mein Auslandssemester absolvierte ich an der Cape Peninsula University of Technology, in Zonnebloem – District six. Die größte Universität in der Provinz mit rund 32.000 Studierenden ist gigantisch im Gegensatz zu unserer Fachhochschule in Kärnten; der Außenbereich eine Oase zum Wohlfühlen und innen eher wie im Gefängnis.

Was habe ich gelernt ...

Schulprojekt mit südafrikanischen Schülern
Schulprojekt mit südafrikanischen Schülern

Ich habe in Kapstadt den Bereich Human Ressource Management gewählt, da er sehr gut zu meinem wirtschaftlichen Studium in Kärnten passt. Jeder einzelne Gegenstand, wie Management of Training, Personal Management, Accounting und Industrial Relation, hat mich in meinem Wissen bereichert und ich habe viel dazugelernt. Die ProfessorInnen und Mitstudenten waren von Anfang an offen und hilfsbereit und ich wurde sofort herzlich in die Gruppe integriert. Afrikanische Geschichte – Industrial Relation hat mich besonders interessiert, da ich viel über Südafrikas Vergangenheit und Kultur sowie dessen Hintergründe (Apartheid, Strikes, etc ...) gelernt habe.

„Was ich heute nicht besorgen kann, das geht sich sicherlich auch morgen aus.“
Stellenbosch
Stellenbosch

Im Großen und Ganzen kann ich sagen, dass das „educational level“ in Österreich etwas höher als in Afrika ist. Ein straffer Zeitplan, durchstrukturierte Unterrichtseinheiten und Professionalität zeichnen die Fachhochschule Villach meiner Meinung nach aus. In Kapstadt dreht sich die Uhr etwas langsamer und die Menschen sind viel entspannter und leben nach dem Sprichwort „Was ich heute nicht besorgen kann, das geht sich sicherlich auch morgen aus.“ Neben der Universität hatten wir zahlreiche touristische und einheimische Sehenswürdigkeiten zu entdecken. Eine meiner Lieblingsbeschäftigungen war das „hiken“ auf den Table Mountain oder Lion`s Head. Die wunderschönsten Sonnenauf- und untergänge, atemberaubende Landschaften und faszinierende Ausblicke bei angenehmen Temperaturen durfte ich immer wieder aufs Neue erfahren.

Tauchen mit Haien und vieles mehr

Im Langa-Township
Im Langa-Township

Eine der beliebtesten Strände sind Camps Bay, Cliffton Beach oder Muizenberg, an dem ich das Surfen gelernt habe. Am Abend waren wir gerne in der berühmten „Long Street“ und wenn es etwas ruhiger und gemütlicher sein sollte, in der „Bree Street“, die mit Bars, Biergärten und feinsten Lokalen ausgestattet ist. Während dem „Easter Break“, sowie vor und nach dem Semester, lockte das Abenteuerleben und wir machten zahlreiche Roadtrips: West Coast Küste mit Game Drives, Garden Route mit der idyllischen Landschaft und wilden Tieren, sowie die Reise durch Botswana & Zimbabwe zu den atemberaubenden „Victoria Waterfalls.“

Frühstück mit Krokodilen und Hippos, Begegnungen auf der Straße mit wilden Giraffen & Elefanten sowie zahlreiche freundliche Menschen mit den unterschiedlichsten Nationalitäten und Kulturen waren tägliches Programm während der Reise. Zwei Tage bevor ich nach Kärnten zurückkehrte, durfte ich noch mit Haien in Hermanus tauchen.

Was ich jetzt schon an Kapstadt vermisse ist das gute Essen, die vielen Möglichkeiten idyllische Weinberge und gepflegte Weingüter in Stellenbosch zu besuchen, sowie die stylischen Bars und Cafes. Das Leben in Kapstadt ist und war einfach einmalig.

 

„Don`t cry because it`s over, smile because it happened!“
Campus der Universität in Kapstadt
Campus der Universität in Kapstadt
– ein wunderschönes Sprichwort, das mich an tolle Erlebnisse, liebe Menschen und ein aufregendes Land erinnert.

Meiner Meinung nach sollte jeder die Change ergreifen, Erfahrungen im Ausland zu gewinnen durch Studium, Praktika oder Voluntierprogramme. Nicht nur die persönliche Entwicklung zählt, sondern auch die Möglichkeit seinen eigenen Horizont zu erweitern und sich eine offene Denkweise anzueignen.